360°-Liveproduktion am Bausa-Konzert in Berlin

Deutschlands gefragtester Newcomer „Bausa“ im 360°-Live-Mitschnitt

Vor einer ausverkauften Columbiahalle in Berlin spielte Deutschlands gefragtester Newcomer Bausa das Abschlusskonzert seiner Deutschland-Tour. Wir produzierten einen Live-Mittschnitt dieses Mega-Events in 360°

Er ist momentan einer der gefragtesten Künstler der Deutschrap-Szene. Im September vergangenen Jahres startete Bausa mit seiner Single Was du Liebe nennst durch. Sie hielt sich neun Wochen lang auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Der Song ist somit der am häufigsten an der Spitze platzierte deutschsprachige Hip-Hop-Song aller Zeiten. In der Berliner Columbiahalle spielte Bausa nun das Abschlusskonzert seiner „Dreifarben“-Tour. Die Halle war, wie jedes andere Konzert seiner Tour, restlos ausverkauft. 3.500 Leute waren gekommen. Dieses Konzert begleiteten wir mit 360°-Kameras, um einen Live-Mitschnitt zu produzieren.

Mehrere 360°-Kameras

Wir platzierten insgesamt drei 360°-Kameras in der Halle. Die erste Kamera stand im Bereich des Mischpultes im hinteren Bereich der Halle. Von dort aus hatte man einen ungestörten Blick auf die Bühne und konnte zudem viel von der Atmosphäre im Publikum einfangen. Die zweite Kamera platzierten wir im Bühnengraben. Aus dieser Perspektive hat man das Gefühl, das Konzert aus der ersten Reihe zu erleben und Bausa beim Performen aus nächster Nähe sehen. Kamera drei stand schließlich direkt auf der Bühne. Hier kann man dem DJ auf die Finger schauen. Alle Spuren des Tons wurden einzeln aufgezeichnet. Dazu richteten wir, zusätzlich zu den Mikros der Künstler, einige Mikrofone im Publikum auf, um der Aufzeichnung die optimale Live-Atmosphäre zu geben. In der Postproduktion werden wir den Sound so anpassen, dass er mit der Blickrichtung im 360°-Bild übereinstimmt. Diese Technik nennt man „Panorama-Sound“ oder „sphärischen Sound“, sie verstärkt das immersive Erlebnis.

Herausforderungen eines Live-Mitschnitts

Live-Mitschnitte in 360° aufzunehmen sind immer eine besondere Herausforderung. Bereits im letzten Jahr hatten wir bei einem Konzert von Lotto King Karl in dieser Hinsicht einige Erfahrungen gesammelt. Das Wichtigste, das es zu beachten gilt, ist, dass die meiste Arbeit vor dem eigentlichen Dreh stattfindet. Kamerapositionen müssen präzise geplant und wohlüberlegt sein, denn wenn sie einmal stehen und laufen, kann nicht mehr viel Einfluss genommen werden. Bei einem Live-Konzert müssen daher viele Absprachen getroffen werden. Bereits zwei Wochen vor dem Bausa-Konzert standen wir in intensivem Kontakt mit Stage-Managern sowie Ton- und Lichttechnikern. Die Scheinwerfer durften nicht direkt in die Kameralinsen strahlen, Pyrotechnik könnte die Kameras gar beschädigen. Gleichzeitig durften die Kameras auch den Ablauf der eigentlichen Show nicht stören. Jedes Kabel, das wir für unsere Kameras benötigten musste exakt in den Stage-Plan eingezeichnet werden. Akribische Vorbereitungen sind das A und O eines gelungenen Live-Mitschnitts in 360°.

Eine weitere Herausforderung waren die durch die basslastige Musik ausgelösten, starken Vibrationen der Bühne. Dank unserer massiven Stahlstative, die wir zusätzlich mit extra vielen Sandsäcken beschwerten und mit Seilen abspannten, konnten wir diesem Störfaktor Herr werden und ein stabiles Bild garantieren. Den Mitschnitt produzierten wir für die Smartphone-App concertVR. Die App ermöglicht es den Usern Konzerte in 360° zu erleben und die Kameraposition selbst auszuwählen.

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