Neues Arbeitszeitmodell bei VRtual X

Anfang des Jahres haben wir unsere Arbeitszeit radikal geändert. Bei gleichbleibendem Gehalt arbeiten alle Mitarbeiter eineinhalb Stunden weniger pro Tag. Nach drei Monaten Testphase ziehen wir Bilanz.

Anfang dieses Jahres beschlossen wir, ein Experiment zu wagen: Alle VRtual X Mitarbeiter sollten ab sofort weniger arbeiten. Statt acht Stunden, sollte künftig nur mehr sechseinhalb Stunden pro Tag gearbeitet werden. Zwischen 15.30 und 16.00 sollten wir spätestens das Büro verlassen.

Weniger Arbeit, mehr Konzentration

Die Idee hinter diesem Konzept leuchtet ein: Wer weniger Stunden im Büro verbringt, nutzt diese dafür effektiver. Er arbeitet konzentrierter und effizienter. Aufgrund der gestiegenen Freizeit, ist er am nächsten Tag außerdem entspannter und ausgeglichener. „Entspannte und ausgeglichene Mitarbeiter sind uns lieber, als Mitarbeiter, die zwar täglich brav ihre acht Stunden absitzen, aber am Ende des Tages total übermüdet nach Hause gehen.“, sind sich die VRtual X Gründer Tim B. Frank und Matze Wolk einig.

Standard in Skandinavien

Anders als in Deutschland, wo wir mit unserem Experiment noch auf viel Erstaunen stoßen, ist dieses Arbeitszeitmodell in skandinavischen Ländern längst Standard. „Kein Kopenhagener sitzt am Freitag nach 17 Uhr noch im Büro“, sagt Matze Wolk. „Er verbringt die Zeit mit Familie und Freuden und genießt bereits sein Wochenende.“ Nach und nach beginnen auch deutsche Firmen und Start-Ups, sich mit dem Modell anzufreunden.

Die ruhige Stunde

Nach unserer dreimonatigen Testphase können wir nur Positives berichten. Unser Arbeitstag beginnt nun um acht Uhr. Manche hatten zwar Schwierigkeiten, ihren Schlafrhythmus umzustellen, doch am Ende hat sich die Mühe gelohnt. Denn eine Stunde früher im Büro zu sein, bedeutet auch, eine Stunde ungestörtes Arbeiten. Die meisten anderen Büros sind erst ab neun Uhr besetzt, daher klingelt auch vor neun das Telefon nicht. Diese ruhige Stunde möchten wir nun nicht mehr missen. Man schafft bereits erstaunlich viel in dieser ersten Stunde, wenn man nicht von Telefonaten aus dem Arbeitsprozess rausgerissen wird. Die Mittagspause halten wir meist kurz und zwischen 15.30 und 16 Uhr sind die meisten bereits auf dem Heimweg. Wir haben nicht das Gefühl, dass unsere Leistung am Ende des Tages signifikant weniger wäre. Im Gegenteil. Wir denken, dass durch konzentrierteres Arbeiten, die Leistung sogar in ihrer Qualität gestiegen ist. In jedem Fall werden wir diesem neuen Arbeitszeitmodell weiterhin treu bleiben und können nur jedem empfehlen, es selbst auszuprobieren.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.