New York Virtual Reality Recherche

Recherchereise durch die USA (Teil 3): New York

Einige Wochen lang war VRtual-X-Gründer Tim B. Frank für eine Virtual-Reality-Recherche in den USA unterwegs, um dort die spannendsten Virtual-Reality-Installationen zu besuchen und sich mit anderen Entwicklern auszutauschen. In New York sieht er sich das American Museum of Natural History und seine immersiven Elemente genauer an.

 

von Tim B. Frank

New York – Das Naturhistorische Museum am Central Park in New York ist das weltweit größte seiner Art. Riesig und altehrwürdig lädt es in die Vergangenheit ein. Ausstellungen müssen heute interaktiv und immersiv sein. Im American Museum of Natural History sieht man, wie man es nicht mehr machen sollte: Schaufenster neben Schaufenstern zeigen ausgestopfte Tiere in minimalistisch gebauten Kulissen. Auf den Fensterrahmen stehen die Namen der Präparate. So hat man es vor hundert Jahren gemacht und damals, in der Zeit ohne Medien im heutigen Sinne, war das auch gut.

Interessanterweise gefällt mir das aber ganz gut. Es hat einen interessanten Charme, sich durch das riesige Marmorgebäude zu bewegen. Ich fühle mich ein bisschen wie Indiana Jones zwischen zwei Missionen. Der Bedeutung dieser Historie sind sich die Museumsbetreiber offensichtlich bewusst, denn sie haben scheinbar keine Absicht, irgendetwas daran zu ändern. Stattdessen haben sie einen anderen, cleveren Weg gefunden, die Ausstellung zu modernisieren: mit einer App.

Musealer Mehrwert per App

Im ganzen Gebäude sind Plakate aufgestellt, die die AMNH-Explorer-App anpreisen. Schnelles und flächendeckendes, kostenloses WLan ohne Anmeldung macht den Download der App auch für Touristen ohne großes Datenvolumen möglich. Als erstes ist die Indoor-Navigation sehr akkurat und hilfreich. Aber der eigentliche Clou wird bei den historischen Präparaten klar: Zu jedem ausgestopften Tier stellt die App mir Texte, Videos und Audiomaterial bereit. Auch Behind-the-scenes-Material wir angeboten, in dem die Arbeiten der Präparatoren gezeigt werden. So wird aus dem Museum zwar noch kein immersives Erlebnis, aber es ist ein guter Weg, ohne physikalische Veränderungen die Exponate auf eine neue inhaltliche Ebene zu bringen.

Die App hat auch einen Augmented-Reality-Modus, den ich aber leider nicht zum Laufen bringen konnte. Ich habe beim Personal nachgefragt und in der Hilfe nachgelesen, aber leider kann ich hier nichts berichten. Trotzdem bin ich überrascht, wie man mit verhältnismäßig wenig Aufwand einen Bestand stark aufwerten kann.

In unserem Virtual-Reality-Podcast „Immersiv“ erzählt Tim ausführlich über seine Reise:

Immersiv Folge 7: „Virtual-Reality-Recherchereise durch die USA (Teil 1)“

Immersiv Folge 8: „Virtual-Reality-Recherchereise durch die USA (Teil 2)“

 

Lesen Sie die bisherigen Blogs zur USA-Reise:

Station 1: Disney World in Orlando

Station 2: Georgia Aquarium in Atlanta

 

 

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