Virtual-Reality-Ausstellung in Karlsruhe

Virtual-Reality-Ausstellung: Eintauchen in die Tiefen des Regenwaldes

Die interaktive Virtual-Reality-Ausstellung „Inside Tumucumaque“ in Karlsruhe bringt ihre Besucher in die Tiefen des brasilianischen Regenwaldes. Aus der Perspektive dort lebender Tiere können sie den Urwald erforschen.
Im Nordosten Brasiliens, mitten im Amazonas-Regenwald, befindet sich die Region Tumucumaque. Im Jahr 2002 wurde hier ein Nationalpark gegründet. Dieser ist heute das weltweit größte, zusammenhängende Regenwaldschutzgebiet der Erde. Es erstreckt sich über ein Gebiet, das fast der Fläche der Schweiz entspricht. Es ist reich an unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Mehr als die Hälfte aller Vogelarten des gesamten Amazonasgebiets sollen in dem Schutzraum heimisch sein.
Urwaldexpedition durch Virtual-Reality-Ausstellung
Dieser Schutzraum ist bedroht durch illegale Besiedelung, Goldabbau und Abholzung. Das international tätige Kreativ-Büro Interactive Media Foundation hat sich des Themas angenommen. Die Agentur hat das Ziel, kulturell und gesellschaftlich relevante Themen für eine junge Zielgruppe attraktiv in Szene zu setzten. Mit „Inside Tumucumaque“ hat sie ein immersives Erlebnis produziert, das die Vielfalt und den Artenreichtum des einzigartigen Ökosystems der Region transportiert.
Als Pfeilgiftfrosch durchs Unterholz
Die Virtual-Reality-Ausstellung wird derzeit im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe gezeigt. Sie bringt ihre Besucher mitten ins Herz des Gebiets. Weil Menschen in der Region nicht wirklich heimisch sind, schlüpft man als virtueller Besucher in die Rolle verschiedener Tiere und beobachtet den Wald aus ihrer Sicht. Man krabbelt als Pfeilgiftfrosch durch das Unterholz, gleitet als Kaiman beinahe lautlos durch tropische Gewässer oder schwebt als Greifvogel über den saftigen Baumwipfeln. Die Darstellungen des VR-Erlebnisses basieren auf einem wissenschaftlichen Fundament. Erkenntnisse über die Wahrnehmung der Tiere wurden vom Team der Interactive Media Foundation in visuelle, räumliche und haptische Sprache und Tonalität übertragen. Die Besucher können den Wald sehen, hören und spüren. Über 7.500 Tierarten, die dort beheimatet sind, entwarfen die Entwickler für die virtuelle Installation. Die Größe des digitalen Regenwaldes ist beeindruckend: acht Fußballfelder deckt er ab.
„Inside Tumucumaque“ ist ein Teil aus der Ausstellungsreihe „The Art of Immersion“, die sich den „immersiven“ Visualisierungstechniken widmet. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Mai im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe zu sehen.

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