Atlanta Georgia Aquarium

Recherchereise durch die USA (Teil 2): Atlanta

Einige Wochen lang war VRtual-X-Gründer Tim B. Frank für eine Virtual-Reality-Recherche in den USA unterwegs, um sich dort die spannendsten Virtual-Reality-Installationen anzusehen und sich mit anderen Entwicklern auszutauschen. Seine zweite Station war Atlanta. Hier besuchte er das Georgia Aquarium mit seiner VR-Installation.

 

von Tim B. Frank

Atlanta, Georgia – Atlanta ist nicht gerade für seine zahlreichen VR-Installationen bekannt. Der Grund für meinen Aufenthalt hier ist ein Treffen mit einem Stadtentwickler, bei dessen Planungen auch Attraktionen mit VR-Installationen von VRtual X zum Einsatz kommen könnten. Aber dazu ein anderes Mal mehr. In der kurzen Zeit hier schaue ich mir eine VR-Attraktion an, die in der ganzen Stadt beworben wird: der „Dive in prehistoric seas“ im Georgia Aquarium. Das Aquarium ist nach eigenen Angaben das größte Aquarium der westlichen Hemisphäre und die Tourismus- und Freizeit-Location der Stadt.

Der Eintritt kostet 38$ für einen Erwachsenen und weitere 10$ für den VR-Ride. Immer vier Leute sitzen angeschnallt auf der beweglichen Plattform und bekommen je eine VR-Brille aufgesetzt. Nach 30 Minuten Wartezeit (ich bin abends nach der Stoßzeit da) bin ich an der Reihe und darf vier Minuten lang durch die prähistorischen Ozeane tauchen. Mein Fazit: ziemliche Enttäuschung. Die Simulation ist simpel und bietet gerade mal die graphische Mindestanforderung. Das würde mich aber nicht stören, wenn es unterhaltsam wäre. Aber die Story ist so lieblos wie überflüssig: Ein „Artefakt“ ist im Meer verschollen und ich werde von einem Helikopter aus in einem Tauchrobotter abgeworfen, um ihn wieder zu holen. Das Artefakt hat einen Zeitstrudel geöffnet, wodurch ich in die Zeit der Dinosaurier zurückreise. Ich weiche Ammoniten und Riesenschildkröten, herunterfallenden vulkanischen Gesteinen und Haien aus, bis ich diesen rot schimmernden Stein finde und er mich wieder in die Gegenwart zurück bringt. Erinnert mich an die Geschichten, die meine Playmobil-Figuren erlebten, als ich sechs war.

Virtual Reality als Werbemittel

Nichtsdestotrotz ist die Moving-Plattform ein tolles Gerät: Mit wenigen Schwenks und Rucklern der Maschine können toll die Flugverhalten des Helis und die Bewegungen des U-Boots simuliert werden. Die Technik an sich ist ein Erlebnis. Den Besuchern gefällt es auch. Die meisten sind begeistert, auch weil sie zum ersten mal überhaupt VR erlebt haben.

Was ich aus Atlanta mitnehme, ist, dass Virtual Reality zur Zeit ein gutes Werbemittel bietet und es für viele Besucher ein Grund für einen Besuch ist. Da viele noch keine Erfahrung mit VR haben, stellen sie auch keine Erwartungen an das Medium und sind mit dem Erlebnis der Technik völlig zufrieden.

 

 

Lesen Sie die bisherigen Blogs zur USA-Reise:

Station 1: Disney World in Orlando

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