VR-NEWS: Weltwunder in Virtual Reality

Google hat seinen nächsten Streich verkündet. Gemeinsam mit dem 3D-Scanning-Unternehmen CyArk hat der kalifornische Tech-Riese historische Monumente digital erfasst und in der App Google Arts & Culture öffentlich zugänglich gemacht. Einzelne Modelle sind mit Hilfe von Virtual Reality auch immersiv erlebbar.

Mit seiner Abteilung „Arts & Culture“ hat sich Google der Archivierung kultureller Schätze der Menschheitsgeschichte verschrieben. Über 1.500 Museen aus 70 Ländern kooperierten bislang mit dem Unternehmen. Kunst und Kultur wurden auf diese Weise kostenfrei per Smartphone-App zugänglich gemacht.

Für das neue Projekt „Open Heritage“ hat Google Arts & Culture begonnen, vom Verfall bedrohte Kulturstätten als 3D-Scan zu digitalisieren und zu archivieren. Zu diesem Zweck hat sich Google mit der gemeinnützigen Organisation CyArk zusammengetan. CyArk (kurz für cyber archive) wurde als Reaktion auf die Zerstörung buddhistischer Kulturgüter durch Taliban gegründet. In den vergangenen Jahren hat die Organisation das weltweit größte 3D-Modellarchiv bedrohter Kulturmonumente angelegt.

Mit Virtual Reality in die Ewigkeit

Durch die Kooperation mit Google werden dieses Modelle nun öffentlich zugänglich. Ab sofort kann man in der App berühmte Bauwerke wie asiatische Tempel oder auch das Brandenburger Tor in Berlin aus allen Blickwinkeln betrachten. So werden historische Gebäude auch lange nach ihrem Verfall als immersives Erlebnis besuchbar sein. Nicht nur für Kulturinteressierte und Geschichtsaffine ist diese Sammlung spannend. „Dank moderner Technologien, können wir diese Monumente detaillierter scannen als jemals zuvor. Die Farbe und Textur von Oberflächen sowie die Geometrie der Gebäude können millimetergenau in 3D eingefangen werden“, sagt Chance Coughenour, Digital-Archäologe und Programmmanager der Google Arts & Culture Abteilung. „Beispielsweise können diese detaillierten Scans in Zukunft bei Restaurationsarbeiten eingesetzt werden und helfen, beschädigte Teile zu identifizieren.“

Die Monumente werden einzeln vorgestellt und sind teilweise als 3D-Modell bei Google Poly verfügbar. Da Google Poly WebVR unterstützt, kann man die 3D-Modelle über eine VR-Brille direkt im Chrome-Browser ansehen. Auf stationären VR-Brillen wie der Oculus Rift oder HTC Vive kann man die Modelle in Tilt Brush betrachten. Für die Nutzung auf mobilen Geräten kann man die Google Arts & Culture App für iOS und Android herunterladen.

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